Skip to main content

Träume und ihr Gedächtnis

 
Ich kann mich meistens nicht an meine Träume erinnern, ausser wenn ich plötzlich und während des Traums aus dem Schlaf gerissen werde. Dann ist es aber meistens ein Albtraum, und geweckt werde ich von meinen eigenen Schreie. Wie heute morgen, zum Beispiel. Das ist brutal. Es ist aufwühlend. Es ist... anstrengend. Und es stört mich, dass ich sonst fast keine Erinnerung an meine Träume habe. Denn... Ich werde ja nicht nur Albträume haben, oder? Bestimmt habe ich auch ganz andere, und angenehmere Träume. Doch leider, bleiben sie mir verborgen. Ausser in manchen, wenigen Fälle. Es ist mir nämlich schon ein paar Mal geschehen inzwischen, dass ich aufwache, mich unmittelbar an einen Traum erinnern kann, und sogar die angenehme Gefühle noch wie gerade erlebt in mir habe. Mich wohltuend wärmend. Und dann... Dann geschieht was wirklich seltsames. Es kann sogar eine ganze Weile dauern, was nun passiert, auch bis zu fünf Minuten lang... Bilder und Gefühle folgen aufeinander, Empfinden, Erinnerungen, Gesichter und Geschichten reihen sich aneinander. Plötzlich befinde ich mich in einer Traumwelt. Ich bin wach, ich fühle mich wohl, ich träume gerade nicht. Doch die Träume kehren zu mir zurück. Ich weiss genau, das dies alles Reminiszenzen aus vergangenen Träume sind. Ich kann mich an Träume erinnern und auch daran, wie zum Beispiel der selbe Ort in verschiedene Träume vorgekommen ist. Ich kann sogar hin und wieder einordnen, wie alt ein Traum gewesen ist. Besonders dann, wenn wieder Bilder von schon älteren Träume auftauchen, bin ich mir völlig bewusst — keine Ahnung woher — dass trotz der Klarheit der Bilder und der Empfindungen, diese zumindest schon einige Monate alt sein müssen. Und, im Gegensatz zu Erinnerungen aus dem täglichen Leben, fühlen sich diese trotz der möglichen Datierung viel genauer und unmittelbarer an. Ein komisches und schönes Gefühl, wenn ich auf einem magischen Teppich so durch Raum und Zeit reisen darf, in den ersten Minuten eines neuen Tages. Und ich frage mich: Wie gross ist die Macht der Träume, in Wahrheit?



The Beginning Of Memory  ==  Laurie Anderson

There's a story in an ancient play about birds called The Birds
And it's a short story from before the world began
From a time when there was no earth, no land.
Only air and birds everywhere.

But the thing was there was no place to land.
Because there was no land.
So they just circled around and around.
Because this was before the world began.

And the sound was deafening. Songbirds were everywhere.
Billions and billions and billions of birds.

And one of these birds was a lark and one day her father died.
And this was a really big problem because what should they do with the body?
There was no place to put the body because there was no earth.

And finally the lark had a solution.
She decided to bury her father in the back if her own head.
And this was the beginning of memory.
Because before this no one could remember a thing.
They were just constantly flying in circles.
Constantly flying in huge circles.




Der Beginn von Erinnerung: Spielt sich das auf ähnliche Weise auch bei den Elefanten ab?
 
 

Comments

Popular posts from this blog

das Wollen

O Quereres  ==  Caetano Veloso

Onde queres revólver, sou coqueiro
E onde queres dinheiro, sou paixão
Onde queres descanso, sou desejo
E onde sou só desejo, queres não
E onde não queres nada, nada falta
E onde voas bem alta, eu sou o chão
E onde pisas o chão, minha alma salta
E ganha liberdade na amplidão

Onde queres família, sou maluco
E onde queres romântico, burguês
Onde queres Leblon, sou Pernambuco
E onde queres eunuco, garanhão
Onde queres o sim e o não, talvez
E onde vês, eu não vislumbro razão
Onde o queres o lobo, eu sou o irmão
E onde queres cowboy, eu sou chinês

Ah! bruta flor do querer
Ah! bruta flor, bruta flor

Onde queres o ato, eu sou o espírito
E onde queres ternura, eu sou tesão
Onde queres o livre, decassílabo
E onde buscas o anjo, sou mulher
Onde queres prazer, sou o que dói
E onde queres tortura, mansidão
Onde queres um lar, revolução
E onde queres bandido, sou herói

Eu queria querer-te amar o amor
Construir-nos dulcíssima prisão
Encontrar a mais justa adequação
Tudo métrica e rima e nunca dor
Ma…

gute Erinnerung

Wenn ich mich um Weihnachten herum immer wieder über gewisse Dinge ärgere, wie zum Beispiel Matts und das Meeting in Genf (siehe auch den hier verlinkten Post "4. Advent in Afrika und Genf"), dann gibt es zum Glück auch noch Menschen und Dinge, an die ich mit Freude denke. Menschen, die für mich so was wie Leuchten in der Halbfinsternis sind. Dinge die sie gesagt oder getan haben, deren Erinnerung mir das Herz wärmt. Ausser all den privaten Bekanntschaften, Freundschaften und Erlebnisse, gibt es auch all die kleinen und grossen Dinge die ich sonst mitbekommen habe. So zum Beispiel denke ich an Weihnachten inzwischen unweigerlich an Professor Christophe Chardot, des Uni-Spital in Genf. Er ist für mich unzertrennlich mit Weihnachten verbunden, weil durch ihn mein Sohn nicht sterben musste, und somit eine Art 2. Leben erhalten hat. Ein 2. Leben, in einem Alter in dem das 1. noch nicht einmal richtig begonnen hat. Und dennoch sind es so unheimlich viele, die Kinder die diese 2. …