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das Teilen

 
Es hatte eine Nacht gegeben, eine besondere Nacht, in der Entscheidendes geschehen sollte. Ich erinnere mich ziemlich genau daran. Und ich erinnere mich genau daran, wie ich, Tage später, einmal mit der Jungen Dame darüber sprach. Über den Tag danach. Ich sagte, ich habe damals versucht ihr zu erzählen, was in dieser Nacht vorgefallen war. Was in mir geschehen war. Ich sagte, ich sass da und versuchte ihr von der vielleicht wichtigsten Nacht meines Lebens zu erzählen und sie, obwohl ich genau merkte wie aufmerksam sie mir zuhörten, nicht die Augen vom Blatt vor ihr nahm und darauf weiter kritzelte. Sie schrieb, was und an wen auch immer. Jedenfalls sassen wir da, ich hatte zum ersten Mal eine Art Vorwurf an sie, und sagte, ich hätte wirklich versucht, sie in dieser für mich so wichtigen Sache mit einzubeziehen.

Ich werde nie vergessen, wie sie darauf reagierte. Sie sah mich an und sagte, auch sie müsse sich, in ihrem Kleinen, um ihr Zeugs kümmern. Mit den offenen Händen, die Handflächen senkrecht haltend und Daumen oben, zeichnete sie zuerst die zwei vertikalen und dann die zwei horizontalen Seiten eines Blatt Papiers.

Meine Heldin: Dein "Zeug" ist in keinster Weise kleiner oder weniger wichtig, als das von irgend einem anderen Menschen. Wenn einem etwas widerfährt was ihn berührt, ist das schon für sich was Grosses. Wenn es dann auch noch was tiefgreifendes ist, dann ist es das Grösste.

Wie tiefgreifend wir die Offenbarung und das Vermächtnis dieser Nacht teilen würden, war mir damals noch nicht klar. Nun weiss ich es besser. Und, genau wie damals, möchte ich all dies mit dir teilen. Diese Art von Teilen, die ein Ganzes ergibt.
 
 

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das Wollen

O Quereres  ==  Caetano Veloso

Onde queres revólver, sou coqueiro
E onde queres dinheiro, sou paixão
Onde queres descanso, sou desejo
E onde sou só desejo, queres não
E onde não queres nada, nada falta
E onde voas bem alta, eu sou o chão
E onde pisas o chão, minha alma salta
E ganha liberdade na amplidão

Onde queres família, sou maluco
E onde queres romântico, burguês
Onde queres Leblon, sou Pernambuco
E onde queres eunuco, garanhão
Onde queres o sim e o não, talvez
E onde vês, eu não vislumbro razão
Onde o queres o lobo, eu sou o irmão
E onde queres cowboy, eu sou chinês

Ah! bruta flor do querer
Ah! bruta flor, bruta flor

Onde queres o ato, eu sou o espírito
E onde queres ternura, eu sou tesão
Onde queres o livre, decassílabo
E onde buscas o anjo, sou mulher
Onde queres prazer, sou o que dói
E onde queres tortura, mansidão
Onde queres um lar, revolução
E onde queres bandido, sou herói

Eu queria querer-te amar o amor
Construir-nos dulcíssima prisão
Encontrar a mais justa adequação
Tudo métrica e rima e nunca dor
Ma…

gute Erinnerung

Wenn ich mich um Weihnachten herum immer wieder über gewisse Dinge ärgere, wie zum Beispiel Matts und das Meeting in Genf (siehe auch den hier verlinkten Post "4. Advent in Afrika und Genf"), dann gibt es zum Glück auch noch Menschen und Dinge, an die ich mit Freude denke. Menschen, die für mich so was wie Leuchten in der Halbfinsternis sind. Dinge die sie gesagt oder getan haben, deren Erinnerung mir das Herz wärmt. Ausser all den privaten Bekanntschaften, Freundschaften und Erlebnisse, gibt es auch all die kleinen und grossen Dinge die ich sonst mitbekommen habe. So zum Beispiel denke ich an Weihnachten inzwischen unweigerlich an Professor Christophe Chardot, des Uni-Spital in Genf. Er ist für mich unzertrennlich mit Weihnachten verbunden, weil durch ihn mein Sohn nicht sterben musste, und somit eine Art 2. Leben erhalten hat. Ein 2. Leben, in einem Alter in dem das 1. noch nicht einmal richtig begonnen hat. Und dennoch sind es so unheimlich viele, die Kinder die diese 2. …